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Prognose und Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland 2016

Donnerstag, März 3rd, 2016
Hohe Mieten? Niedrige Zinsen für Baukredite? Wie sieht die Entwicklung für den deutschen Immobilenmarkt 2016 aus? Was erwartet Mieter? Worauf können sich Immobilienkäufer einstellen? Eine Prognose.

Das Jahr hat gerade erst begonnen, da sind schon die ersten Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt für 2016 zu erkennen:

Nach Brancheneinschätzung ist ein Ende der Preisspirale nicht in Sicht. Immobilien-Experten glauben: Auch 2016 werden die Mieten weiter steigen.

Es fehlt an Wohnraum

Die Gründe sind offensichtlich: Die Nachfrage nach Wohnungen steigt vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten stetig an. Doch nimmt das Angebot an Wohnraum nicht im gleichen Maß zu.

Das Stichwort lautet Urbanisierung: Mehr und mehr Menschen zieht es in die Städte. Verstärkt wird die Binnenwanderung vom steigenden Zuzug aus dem Ausland. Daher sind viele Groß- und Universitätsstädte mit der Herausforderung konfrontiert, wie sie das eigentlich erfreuliche Einwohnerwachstum bewältigen können. Die große Wohnungsnachfrage bei begrenztem Angebot hat zur Folge, dass die Mieten bereits kräftig steigen. Für viele Großstädter sind die kontinuierlich steigenden Mietzuwächse kaum noch erschwinglich.

Mietpreisbremse kann steigende Mieten nur teilweise regulieren

Die im Juni eingeführte Mietpreisbremse schafft diesem Problem leider auch keine Abhilfe. Denn diese regelt lediglich, dass in ausgewiesenen Gegenden nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangt werden darf. Der Mieterbund fordert daher eine flächendeckende Preisbremse. Denn die bisherige sorgt für eine gewisse Ungleichheit.

Die Wohnungsunternehmen sehen eine ähnliche Entwicklung: Auch sie erwarten für das kommende Jahr keine große Entspannung bei den Mieten. Inzwischen fehlen 800 000 Wohnungen. Das hat zur Folge, dass man in Zukunft auch für eine schlechte Wohnung viel Geld ausgeben muss.

In die Höhe statt in die Breite Bauen

Eine naheliegende Lösung mit dem das beschriebene Problem zumindest gemildert werden könnte, ist die Folgende: Beim zukünftigen Wohnungsbau sollte stärker als bisher in die Höhe gebaut werden. Denn mit jedem zusätzlichen Stockwerk nimmt die geschaffene Wohnfläche zu, ohne dass mehr Bauland benötigt wird. Zum anderen können anstelle der in Deutschland üblichen relativ großzügig geschnittenen Wohnungen deutlich kleinere Einheiten gebaut werden. Damit steigt nicht nur die Anzahl der Wohnungen bei gleicher Gebäudegröße, auch die Miete der einzelnen Wohnungen wird durch die geringere Fläche günstiger.

Eine weitere erfreuliche Nachricht hat der Mieterbund in Sachen Nebenkosten. So sind keine höheren Heizkosten bei der Abrechnung für das vergangene Jahr zu erwarten.

Diskussionen über die Umlage von Modernisierungskosten
Ein Streitthema wird 2016 jedoch die Umlage von Modernisierungskosten sein. Denn Justizminister Heiko Maas (SPD) will die bisherige Umlage von elf auf acht Prozent reduzieren. Der Mieterbund fordert jedoch, dass der Vermieter lediglich sechs Prozent der Modernisierungskosten an den Mieter weitergibt.

Eine positive Entwicklung gibt es hingegen bei den Mietschulden. Diese verzeichnen einen Rückgang. Zwar werden sie nicht auf Null sinken, doch weiterhin abnehmen.

 

Artikel-Quelle:

news.immobilo.de/2016/02/11/

Experte besorgt – „Der Immobilienmarkt hat sich nach Merkels ’Wir schaffen das’ verändert“

Mittwoch, Januar 20th, 2016

Die Flüchtlingskrise könnte die Wohnsituation in Deutschland stark beeinträchtigen, gleichzeitig betet der Markt noch viele Chancen. Welche das sind, erklärt Bernd Leutner, Geschäftsführer des Hamburger Forschungsinstituts F+B im Gespräch mit FOCUS Online.

FOCUS Online: In Deutschland herrscht ein Immobilienboom, viele Städte sind nicht nur für Mieter, sondern auch für Käufer unbezahlbar geworden. Geht das 2016 so weiter?

Bernd Leutner: Dieser Eindruck trügt. Der größte Preisanstieg bei den Mieten ist vorbei. Sie sind bei der Neuvermietung nur noch um 2,4 Prozent gestiegen, bei den Bestandsmieten im letzten Jahr nur noch um 1,1 Prozent. Die Preise für Mehrfamilienhäuser haben ihre Obergrenze schon zu Jahresbeginn 2015 erreicht. Seitdem steigen sie nur noch moderat.

Die Preise für Einfamilienhäuser sind hingegen bundesweit gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 4,9 Prozent gestiegen und die für Eigentumswohnungen um 5,7 Prozent. Das Preisniveau steigt insbesondere in den Metropolen selbst, aber auch in deren Umland überdurchschnittlich an. Unser F+B Wohnindex Deutschland zeigt,  dass insbesondere die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und damit die Preise noch stark ansteigen.

FOCUS Online: Warum sind die Preise überhaupt so stark gestiegen?

Bernd Leutner: Das liegt einerseits an der Kapitalmarktsituation. Die Anlagenzinsen sind weiter gesunken. Die Investition in Immobilien ist damit deutlich attraktiver für die Verbraucher. Zugleich zieht es immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. Das Angebot in den Metropolen hat sich zwar erhöht, reicht aber nicht aus. Somit steigen die Preise für Neubauten und für Bestandsobjekte.

 

FOCUS Online: Also sprechen wir doch über einen Immobilienboom?

Bernd Leutner: Ich wäre vorsichtig mit solchen Formulierungen. Ja, wir stellen einen deutlichen Preisanstieg in vielen Städten fest. Aber dies ist ein rein großstädtisches Phänomen. In den Metropolen Berlin, Hamburg und München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen erheblich an. Dennoch können wir nicht allgemein von einer Preisexplosion sprechen. In Dortmund und Bremen ist der Anstieg zum Beispiel eher moderat.

Wir müssen jedoch klar differenzieren. In den Großstädten gibt es vermehrt Käufer, die eine Immobilie als Anlage suchen. Das sind hauptsächlich Eigentumswohnungen. Im Umland sind hingegen Ein- oder Zweifamilienhäuser gefragt – für den Eigenbedarf oder als Sachwert. Da die Nachfrage abseits der Metropolen aber weniger stark ist, zeigen die Preise hier insgesamt nur eine leicht steigende Tendenz.

Steigende Preise 2016 – Immobilien bleiben sichere Anlage

FOCUS Online: Wie werden sich die Preise im kommenden Jahr entwickeln?

Bernd Leutner: Angesichts der hohen Nachfrage durch vermehrte Zuwanderung rechnen wir weiterhin mit steigenden Preisen. Auch wenn die EZB ihre Zinsen erhöht, bleibt die Immobilie eine sichere Investition und wird entsprechend gefragt sein.

Surftipp: Sie wollen ein Haus bauen? So viel können Sie sich leisten

FOCUS Online: In welchen Städten lohnt sich auch 2016 noch eine Investition?

Bernd Leutner: Unser F+B Wohn-Index Deutschland zeigt, dass der sogenannte Vervielfältiger – also das Verhältnis der Preise von Eigentumswohnung im Verhältnis  zur Jahresmiete – in Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt sehr viel günstiger ist als in Berlin oder Hamburg. Weil wir in diesen Städten in den nächsten Jahren eine stärkere Entwicklung der Mietpreise sehen, lohnen sich dort Immobilien als Kapitalanlagen.

Angesichts der Flüchtlingskrise fünf zentrale Fragen offen

FOCUS Online: Wird das die Wohnungsnot in Deutschland lindern?

Bernd Leutner: Nur langsam. Die Wohnungsnot ist in den Metropolen massiv. Und sie wird eher schlimmer. Es gibt in der Immobilienbranche einen Markt vor und nach dem 4. September 2015. Das war der Tag an dem die Bundeskanzlerin gesagt hat: „Wir schaffen das.“

Die Bundesregierung muss klare Antworten auf wichtige Fragen der Flüchtlingspolitik liefern. Nur dann lässt sich überhaupt der Wohnungsbedarf für die nächsten Jahre exakt prognostizieren.

FOCUS Online: Welche Faktoren muss die Immobilienwirtschaft dafür kennen?

Bernd Leutner: Wir müssen auf fünf zentrale Fragen Antworten haben: Wie viele Flüchtlinge kommen, wie viele bleiben und wie viele letztendlich bleiben können und dies auch wollen. Außerdem muss die Bundesregierung Zahlen vorlegen, wie viele Familienmitglieder nachkommen dürfen und wo sie alle leben und wohnen sollen.

Schließlich ist bedeutsam, welche Wohnungen benötigt werden. Werden eher kleinere Wohnungen nachgefragt oder besteht ein Bedarf an größeren Wohnungen?

 

FOCUS Online: Und wenn die Wohnungswirtschaft das weiß, werden dann rasch genügend Wohnungen geschaffen?

Bernd Leutner: Nein. Das dauert Jahre. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wird die Lage schwieriger. Wenn nicht bald Antworten kommen, könnte die Flüchtlingskrise tatsächlich die Wohnungsnot verschlimmern.

Bisher haben wir nur Schätzungen. Mal sind es 850.000 Flüchtlinge dann eine Million. Wie viele davon sind in Normalwohnungen unterzubringen? Wo werden sie arbeiten? Wo sollen sie wohnen?

FOCUS Online: Und diesen Schätzungen trauen Sie nicht?

Bernd Leutner: Das sind eben Schätzungen. Wir wissen aus den internationalen Statistiken, dass syrische Familien im Schnitt vier Kinder haben. Wie wird sich das auswirken,  wenn die in Zwei-Zimmer-Wohnungen unterkommen sollen?

Überhaupt läuft die Verteilung der Flüchtlinge komplett am Wohnungsmarkt vorbei. Der Königsteiner Schlüssel zur Verteilung auf die Bundesländer folgt rein der Bevölkerungsverteilung und den Steuereinahmen und berücksichtigt etwa überhaupt nicht die Anzahl der leerstehenden Wohnungen in einer Region.

Einige Standorte mussten deshalb bereits mehr Flüchtlinge aufnehmen, als der Wohnmarkt hergibt. Andere hätten sogar noch Kapazitäten frei.

So schätzen wir, dass in den meisten ostdeutschen Bundesländern, aber auch etwa im Saarland rd. 8 Prozent der Wohnungen leer stehen. Dort könnte man viele Flüchtlinge problemlos unterbringen.

 

Original-Artikel:

www.focus.de/immobilien/

Immer attraktiver: Sendling, Münchens neuer Stern am Himmel

Donnerstag, November 14th, 2013
 

Sendling ist gutbürgerlich und gehört zu München wie Frauenkirche und Oktoberfest. Besonders hip, modern oder angesagt war das Viertel im Südwesten der Stadt jedoch nie. Das ändert sich nun bereits seit einigen Jahren, denn Sendling wird von vielen schon als Geheimtipp für den nächsten Boom-Stadtteil gehandelt. Zwischen Harras, Westpark und Isar entstehen folglich immer mehr interessante Wohnprojekte, die für Münchner Immobilienkäufer mehr als nur einen Blick wert sind. (mehr …)

Logistikmarkt: Rekord-Flächenumsatz katapultiert Frankfurt

Sonntag, November 3rd, 2013

Frankfurt am Main – Im ersten Halbjahr 2013 wurden im Marktgebiet des Großraums Frankfurt insgesamt 251.000 m² Logistik- und Lagerflächen umgesetzt. Damit bewegt sich das Ergebnis auf dem gleichen Niveau wie im Rekordjahr 2011 (252.000 m²) und unterstreicht die seit Ende 2012 zu beobachtende dynamische Entwicklung. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

„Mit einem Flächenumsatz von 126.000 m² wurden im zweiten Quartal nahezu gleich viele Logistik- und Lagerflächen vermarktet wie in den ersten drei Monaten des Jahres“, erläutert Hans-Jürgen Hoffmann, Bereichsleiter Industrial Investment & Services der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Die Umsatzsteigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum beläuft sich auf stolze 41 %.“ Der langjährige Durchschnitt des Flächenumsatzes im ersten Halbjahr wurde sogar um 43 % übertroffen. Im bundesweiten Vergleich der bedeutenden Logistikstandorte setzte sich Frankfurt damit im laufenden Jahr an die Spitze. Gleichzeitig verzeichnete die Rhein-Main-Metropole auch den höchsten Umsatzzuwachs aller großen deutschen Ballungsräume. Ein wesentlicher Grund dieser sehr positiven Entwicklung ist auch die lebhafte Bautätigkeit von Eigennutzern, die fast die Hälfte zum registrierten Gesamtumsatz beigetragen haben.  (mehr …)

Volkswirtschafts-Professor rät zum Kauf großer Wohnungen

Freitag, September 13th, 2013
Der Volkswirt und Demographie-Experte Professor Robert Fenge erklärt im Interview mit FOCUS Online, warum wir trotz sinkender Bevölkerungszahlen mehr Wohnraum benötigen – und auf welche Lagen und Wohnungsgrößen Käufer setzen sollten.
FOCUS Online: Wie sieht Deutschland 2050 aus?

Professor Robert Fenge: Trotz aller Zuwanderung – es werden sehr viel weniger Menschen hier leben. Und sie werden im Durchschnitt sehr viel älter sein als heute. Schon 2025 werden hier wohl nicht mehr als 79 Millionen Menschen wohnen. Das kann auch die Zuwanderung derzeit nicht aufwiegen. (mehr …)

Preise auf Rekordniveau – Lohnt es sich noch, jetzt eine Immobilie zu kaufen?

Samstag, August 31st, 2013
Egal, ob München, Hamburg oder Berlin: Wohnimmobilien werden immer teurer. Wieso ein Kauf angesichts der aktuellen Zinsen dennoch lohnen kann.
Aggressiv geht es zu, laut, und es wird zunehmend ungemütlicher. Und vor allem teurer. Gemeint ist die Situation auf dem deutschen Immobilienmarkt. Preise schießen derzeit vor allem in Metropolen durch die Decke. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht.

Klar, eine hohe Nachfrage bedingt steigende Preise. Heutzutage gilt es, dort zu wohnen, wo sich der Arbeitsplatz befindet. Doch eine Immobilie eignet sich natürlich auch als Anlageobjekt. In Zeiten von Minizinsen auf Sparbuch und Tagesgeld erfreut sich das Betongold großer Beliebtheit. Außerdem bietet es Schutz vor Inflation und ist eine gute Altersvorsorge. Doch lohnt sich nach der Preisexplosion ein Kauf noch? Vor allem mit Blick auf die Perspektive, sich auf Sicht von etwa 30 Jahren hoch zu verschulden? FOCUS-MONEY hat die Finanzierungsbedingungen verglichen. Mit überraschendem Ergebnis. Denn es lohnt nach wie vor, Hausbesitzer zu werden. (mehr …)

Immobilienbarometer: Trotz hoher Immobilienpreise ist Glaube an weitere Wertsteigerung ungebrochen

Donnerstag, Mai 30th, 2013

Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist heute noch genauso groß wie vor drei Jahren. Das zeigt die aktuellen Umfrage zum „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24 unter rund 3.700 Kaufinteressenten. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47 Prozent) mit einem Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht. Das sind genauso viele wie vor drei Jahren. Allerdings geht heute ein größerer Anteil der Befragten von einer höheren Wertsteigerung aus und ein kleinerer Anteil von einem Wertverlust. (mehr …)

Lebhafter Markt in den mittleren Großstädten

Montag, Mai 27th, 2013

Die Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern in Deutschland boomt – auch in mittleren Großstädten. Investoren suchten angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise nach Zinshäusern als sichere Kapitalanlage, heißt es im „Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2013“ von Engel & Völkers Commercial.

Bevölkerungswachstum vs. Neubauten
Die hohe Nachfrage von Investoren treibt die Immobilienpreise für  Wohn- und Geschäftshäuser. Die derzeit niedrigen Hypothekenzinsen sind ein zusätzlicher Impuls für die Nachfrage. Zudem lassen sich im Vergleich zu anderen Wertanlagen vor allem in den mittleren und guten Lagen höhere Renditen erwirtschaften. “In den guten Lagen der zehn größten Städte Deutschlands liegen die Kaufpreise für Wohn- und Geschäftshäuser durchschnittlich beim 18,1-fachen der Jahresnettokaltmieten“, berichtet Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei der Engel & Völkers Commercial GmbH. Bevölkerungswachstum und ein niedriger Zuwachs an Neubauten begünstigten seiner Meinung nach die Preisentwicklung ebenfalls.   (mehr …)

Steigende Immobilienpreise – Wo lohnt sich jetzt noch der Wohnungskauf?

Freitag, Mai 3rd, 2013
In Großstädten steigen die Mieten drastisch. Häufig fehlt bezahlbarer Wohnraum. Endlich reagiert die Politik – und lässt freies Gelände für Wohnungen erschließen.
Die Altbauwohnung im Hamburger Stadtteil Winterhude, nahe der Alster, bietet, was sich junge Paare in einer Großstadt wünschen: drei Zimmer, Holzfußboden und Balkon. Auch die Verkehrsanbindung überzeugt, und der Stadtpark liegt um die Ecke. Grundschullehrerin Jenny Zoll, 27, und der angehende Art Director Niclas Hellberg, 28, fühlen sich dort richtig wohl.

Das Problem ist nur: Sie müssen ihre Traum-Immobilie bald räumen, weil sie diese nur auf Zeit gemietet hatten. Im Mai kehren die Hauptmieter zurück. Nun muss sich das Paar an den Wochenenden in die riesigen Warteschlangen bei Besichtigungen einreihen, weil es in zentralen Lagen kaum freien Wohnraum gibt. Und das, obwohl das Paar monatlich bis zu 1200 Euro für eine Wohnung ausgeben würde. (mehr …)

Immobilien als Renditekiller – In diesen Städten sollten Sie besser nicht investieren

Freitag, Mai 3rd, 2013
Der Ärger über schwindsüchtige Zinssätze und rasch steigende Mieten treibt viele Deutsche in Immobilien. FOCUS-MONEY hat in einer großen Analyse geprüft, wo sich der Kauf rechnet – und wo Sparer mit einer betonfreien Geldanlage besser fahren.
Bauen, bauen, bauen“, so tönt es aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. CSU-Bauminister Peter Ramsauer will der Wohnungsnot zu Leibe rücken. Er plant Anreize, um den Neubau in Schwung zu bringen. Schon zuvor hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück angekündigt, dass Wohnungsbau und Mieten ein zentrales Thema im Bundestagswahlkampf werden.

Das plötzliche Interesse ist nicht nur dem beginnenden Wahlkampf geschuldet. Den schon länger tobenden Häuserkampf in Deutschland illustriert eindringlich die Internet-Plattform Immobilienscout24. Die registriert seit 2009 einen Anstieg der Suchanfragen nach Eigenheimen und Eigentumswohnungen von monatlich im Schnitt 22 000 auf mehr als 68 000. Auch eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, wie sehr die Deutschen nach Wohneigentum lechzen: 65 Prozent halten den Bau oder Kauf einer eigenen Wohnung langfristig für finanziell vorteilhafter als das lebenslange Wohnen zur Miete. (mehr …)

2012 mussten weniger Immobilien zwangsversteigert werden

Mittwoch, Februar 6th, 2013

Im vergangenen Jahr kam es zu deutschlandweit zu weniger Zwangsversteigerungen – der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist deutlich. Die Summe der angesetzten amtlichen Verkehrswerte hat ebenfalls abgenommen.

Insgesamt wurden im Jahr 2012 knapp 11.500 Objekte weniger als noch 2011 zwangsversteigert, ein Rückgang von 15,7 Prozent, wie der auf Zwangsversteigerungen spezialisierte Fachverlag Argetra berichtet. Begünstigt durch die hohe Immobiliennachfrage auf dem privaten Sektor und dem niedrigen Zinsniveau konnten viele Eigentümer eine Zwangsversteigerung abwenden und ihre Immobilien freihändig verkaufen. (mehr …)

Luxusimmobilien begehrt wie nie

Dienstag, Januar 29th, 2013
Im ersten Halbjahr 2012 sind die Verkaufszahlen von Immobilien im Luxussegment stark angestiegen. Dennoch bleiben die Preise auf einem konstanten Niveau.
 

Der Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen im Luxussegment ist im ersten Halbjahr 2012 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres stark angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des auf exklusive Wohnimmobilien spezialisierte Maklerhauses Dahler & Company. Die weiterhin anhaltende Schuldenkrise und der daraus resultierende Niedrigzins sind dabei die ausschlaggebenden Faktoren für die große Nachfrage nach Immobilien. Die Studie basiert auf Zahlen aus den sechs deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt. (mehr …)

US-Immobilienmarkt: Der neue Baumboom

Freitag, November 9th, 2012

Die Erholung auf dem US-Immobilienmarkt treibt den Preis für Bauholz nach oben. Auch eine Käferplage ist daran aber nicht ganz unbeteiligt. Über den Boom eines exotischen Investments.

Die Meldung hatte ausgereicht, um die Börsen mit einem Freudensprung reagieren zu lassen: Die Daten vom US-Häusermarkt zeigten zum ersten Mal seit Langem wieder eine positive Tendenz. Schließlich gilt dieser Markt als wichtiger Wirtschaftsindikator.
Dabei kam die Nachricht gar nicht überraschend. Schließlich hatte bereits ein anderer Preis darauf hingedeutet, dass es bei US-Immobilien wieder aufwärtsgeht: Der Preis für Bauholz ist an der Börse in Chicago zuletzt auf 316 Dollar je 1000 Board Feet gestiegen, das ist ein Anstieg seit Jahresbeginn um 20 Prozent. Von den 24 im Rohstoffindex S&P GSCI geführten Rohstoffen legten nur Soja und Weizen stärker zu. Ein Board Foot ist ein amerikanisches Holzmaß. Es steht für ein Brett, das 30,5 Zentimeter lang, 30,5 Zentimeter breit und 2,54 Zentimeter dick ist.
Die Krise auf dem Immobilienmarkt war bekanntlich ein entscheidender Auslöser für die weltweite Finanzkrise. Da in den USA ein Großteil der Häuser aus Holz gebaut wird, brach auch der Markt für Bauholz ein. Nun scheint der Wind nach oben zu drehen: Die Verkaufserwartungen der US-Hausbesitzer sind zum ersten Mal seit September 2007 wieder positiv, die Zahl der Baubeginne ist auf ein Vier-Jahres-Hoch geklettert. Der Häusermarkt zeige Lebenszeichen und könne einer der entscheidenden Träger eines Wirtschaftsaufschwungs sein, sagte John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of San Francisco, vor wenigen Tagen.
 
Inzwischen arbeiten die nordamerikanischen Sägewerke wieder auf dem Niveau von 2008. Der Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC) zufolge werden in diesem Jahr 52,5 Milliarden Board Feet Bauholz gesägt, ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2014 soll die Nachfrage auf 60 Milliarden Board Feet steigen.
Das US-Marktvolumen beträgt laut der Bank 20 Mrd. Dollar, es ist der größte Bauholzmarkt der Welt. Auch ein jüngster Nachfrageeinbruch aus China kann durch ein Wachstum beim Hausbau überkompensiert werden. Für ein typisches amerikanisches Haus werden 16.000 Board Feet benötigt. Patricia Mohr, Rohstoffanalystin bei der Scotiabank, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass ein sehr enges Angebot bevorstehe: „Ich habe das Gefühl, dass wir im kommenden Jahren sehr hohe Holzpreise sehen werden, selbst wenn der US-Häusermarkt sich nur langsam erholt.“
Nutznießer des hohen Holzbedarfs sind auch Unternehmen wie Weyerhaeuser: Die Aktie des Forstwirtschaftskonzerns stieg seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent, Analysten erwarten in diesem Jahr ein Gewinnplus von mehr als 40 Prozent.
Die steigende Nachfrage der Häuslebauer ist aber nicht der einzige Grund für höhere Preise: Zudem sorgt eine Käferplage in Kanada, dem weltgrößten Produzenten für Bauholz, für weiteren Auftrieb. Daten der Beratungsfirma International Wood Markets Group zeigen, dass im Sommer 2011 51 Prozent der Nutzkiefernwälder in British Columbia, der Holzprovinz des Landes, durch den Bergkiefernkäfer zerstört worden sind. Die Regierung spricht von der schlimmsten Insektenplage aller Zeiten.
 
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Ladenhüter trotz Immobilienboom – Die Tücken beim Hausverkauf

Freitag, September 21st, 2012
Von wegen Betongold: Wer sein Eigenheim verkaufen will, bekommt oft nicht den Preis, den er für angebracht hält. FOCUS Online erklärt, woran das liegen kann und wie Sie den Käufern höhere Gebote entlocken.
Erben kann Segen und Fluch zugleich sein. Als Sven Mezger* kürzlich die Nachricht erhielt, dass sein verstorbener Onkel ihm und seinem Bruder ein Haus zugedacht hatte, war die Freude zunächst groß. Inzwischen – etwa ein dreiviertel Jahr später – sind die Brüder froh, endlich einen Käufer für das gute Stück gefunden zu haben. „Das Haus liegt in einer Neubausiedlung in Aurich“, erzählt der 39-jährige Kölner. Der Onkel hatte das frei stehende, etwa 170 Quadratmeter große Haus mit großem Garten vor etwa 15 Jahren für 530 000 Mark gekauft. „Davon ausgehend wollten wir ursprünglich 265 000 Euro für das Objekt haben“, erinnert sich Mezger.

Die Nachfrage war groß – doch die Angebote lagen weit unter dem aufgerufenen Preis. Schließlich standen 200 000 Euro als Kaufpreis im Notarvertrag – ein Viertel weniger als erhofft. „Dennoch gut, dass wir es los sind“, sagt der Arzt. Denn allmählich wurden ihm die Kosten für das Erbe – Instandhaltung, Grundsteuer, Fahrten in den Norden – lästig. Zudem scheuten die Brüder das Risiko des weiteren Verfalls und Wertverlusts. (mehr …)